Deutsche Freiwassermeisterschaften in Strausberg |
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Fazit
Auch ohne offiziellen Medaillenspiegel wage ich die Prognose, dass das Swim-Team Elmshorn das dritte Mal in Folge die erfolgreichste Mannschaft der Deutschen Freiwassermeisterschaften war.
Sie konnten neben den 6 Deutschen Meistertiteln im Jugendbereich durch die stark auftretende Anja Baumgarten in der AK20 zwei weitere Titel für sich verbuchen. Dazu kommen 2 Silber- und 4 Bronzemedaillen. Und das Sahnehäubchen der JEM-Qualifikation, das im letzten Jahr noch knapp verpasst wurde, konnte in diesem Jahr durch Taina Raezke und Florian Dörries gleich doppelt eingefahren werden. Mit Rob Muffels, der genau wie im Vorjahr die Quali ebenfalls geschafft hat, aber noch zu jung ist, sowie Hendrik Rijkens mit Platz 5 und Annika Wunram mit Platz 6 in der JEM-Quali sollte hier auch in den nächsten Jahren was gehen. Gemeinsam mit Florian Dörries sind alle Athleten auch 2011 noch im Altersbereich der JEM, nur Taina muss dann den Sprung zu den Großen schaffen. Neben Hendrik Rijkens erhielt jetzt auch Rob Muffels die Nominierung für den Europacup in Hoorn/Niederlande. Der Europacup findet parallel zu den Jugendeuropameisterschaften statt. Da auch Natalie Charlos, die international für Polen startet, die Qualifikation für die JEM gewonnen hat und Bernd Berkhahn vom DSV als Trainer nominiert wurde, macht sich Ende Juli wohl ein Kleinbus auf den Weg. 5 Sportler und ein Trainer treten die Reise im Dress ihrer Nationalmannschaften an. Für eine Stadt in der Größe von Elmshorn und mit den Trainingsbedingungen, die Bernd Berkhahn gern mal mit den Worten beschreibt: "Zwischen Sonnenmilch, Zigarettenrauch, Pommes-Geschmack und Kindergeschrei dürfen wir uns auf 2 Bahnen auf internationale Aufgaben vorbereiten" ist dies eine Leistung, die wohl selbst der eigene Verein vor wenigen Jahren noch für unmöglich hielt. Samstag, 26.6.2010
Für heute stand noch das Verfolgungsrennen über 5km in der offenen Klasse an. Rob Muffels konnte einmal mehr beweisen, zu welch großartigen Leistungen er in der Lage ist. Er schafft es, im Konzert der Großen, also der offenen Klasse, einen 5. Platz zu belegen. Florian Dörries kommt als 9. ins Ziel und Hendrik Rijkens auf Platz 12.
Hier noch die Bilder vom Einlauf: Freitag, 25.6.2010, Mädchenrennen
Taina Raezke hat als Gewinnerin der JEM-Wertung natürlich auch den Titel der Deutschen Meisterin im Jahrgang 1992 gewonnen. Aber auch die beiden Jüngsten im Boot, Lena-Sophie Bermel und Sina Schunk konnten ihren Erfolg vom Vortag wiederholen und gewannen erneut Silber und Bronze. Im Jahrgang 1995 konnte Finnia Wunram ebenfalls Bronze gewinnen. Ihre Schwester Annika verpasste diesen Platz denkbar knapp um 1/10 Sekunde und das bei 5 km.
Fotos
Jetzt wird es aber wirklich fast eine Live-Berichterstattung, denn wir bekommen auch tolle Bilder unserer JEM-Helden:
Taina Raezke bei der Siegerehrung der JEM-Wertung: Florian Dörries bei der Siegerehrung der JEM-Wertung und bei der Jahrgangswertung: Und die drei Akkreditierungsbilder für die JEM: Freitag, 25.6.2010
Hier ist es, das ultimative Beweisfoto! Der Einlauf der JEM-Qualifikation der Jungen.
Es gewinnt die Wertung der Jahrgänge 1991-1993 Manuel Belzer, Platz 2 geht an Florian Dörries gefolgt von Robert Flader. Damit schaffen alle drei Sportler die Qualifikation für die Jugendeuropameisterschaften und dürften wahrscheinlich mittlerweile vor Ort Ihre Nominierung vom Bundestrainer Stefan Lurz erhalten haben. Außerdem wird Florian damit Deutscher Meister im Jahrgang 1992. Herzlichen Glückwunsch! Die Zeiten und weitere Platzierungen werden später nachgeliefert, weil es immer noch keinen Online-Dienst gibt. Die Ergebnisse und Bilder haben wir dem direkten Draht zu Michael Kropp zu verdanken, der vor Ort als DSV-Vertreter anwesend ist. Und wir sind drei Deutsche Meister weiter. Die Ergebnisse stehen auf der DSV-Seite zur Verfügung. Sowohl Rob Muffels im Jahrgang 1994 als auch Hendrik Rijkens im Jahrgang 1993 konnten ihre Vorjahrestitel über 5km verteidigen. Gemeinsam mit ihrem Trainingskollegen Florian Dörries, der nach den Vizemeisterschaften 2008 und 2009 in diesem Jahr die Platzierung mit Robert Flader getauscht hat und somit erstmals Deutscher Meister wurde, steigt die Bilanz der Goldmedaillen jetzt schon auf fünf. Zusätzlich können wir noch eine Bronzemedaille für Phil Niclas Hargens ebenfalls über 5 km vermelden.
Donnerstag, 24.6.2010
Die Deutschen Freiwassermeisterschaften beginnen traditionell mit den Rennen über 10km. Hier haben wir in diesem Jahr nach dem vorzeitigen Saisonausstieg von Gina Mohr nur die beiden Sportlerinnen aus Niebüll am Start. Während Liesa Nielsen das Rennen in einer Zeit von 2:44:35,73 tapfer beendet, muss Theresa Albers leider aufgeben.
Aber schon am Nachmittag nimmt die Meisterschaft an Fahrt auf, denn die Jugendjahrgänge über 2,5 km gehen an den Start. Als insgesamt Zeitschnellster des Laufes kommt Rob Muffels nach exakt 28:46,00 Min. aus dem Wasser und wird damit Deutscher Meister im Jahrgang 1994. Ebenfalls in diesem Jahrgang und erstmals im Freiwasser am Start schafft Jacob Heidtmann gleich den Sprung unter die Top Ten. Und auch im Jahrgang 1995 kann Phil Niclas Hargens seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Leider verpasst Christian Kober das Podest denkbar knapp und wird am Ende Vierter. Aber auch unsere jüngsten Damen konnten sich, wie bereits in der Vorankündigung vermutet, gut in Szene setzen. Im Jahrgang 1996, den jüngsten für Freiwasser zugelassenem Jahrgang, konnte Lena-Sophie Bermel die Silbermedaille und Sina Schunk die Bronzemedaille gewinnen. Finnia Wunram kam im Jahrgang 1995 auf Platz 5 ins Ziel. Im Jahrgang 1994 schafften Lena Schartow als Siebte und Julia Linka als Zehnte eine TopTen Platzierung.
VorberichtVom 24. - 27.6.2010 finden die Deutschen Freiwasser-Meisterschaften in Strausberg statt. Aber nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern im gesamten Bundesgebiet scheint die Attraktivität des Freiwasserschwimmens ständig zuzunehmen. Im Bereich der JEM-Jahrgänge geht so ziemlich jeder Aktive an den Start, der in den letzten Jahren über 800m/1500m Freistil eine gute Zeit im Becken geschwommen ist. Sollte die in einem Zusammenhang damit stehen, dass die Normen im Becken für diese Strecken so hoch sind, dass sie seit Jahren zumindest von den Jungen nicht mehr unterboten werden? Auf jeden Fall ist die Konkurrenz auf diesen Strecken stark wie nie. Da der Termin der DM wieder sehr früh im Jahr liegt, hatten die wenigsten Sportler eine Chance, schon an einem Freiwasserwettkampf teilzunehmen. In sofern ist über die Chancen der Sportler nur schwer was zu sagen. Das zahlenmäßig größte Team mit den wahrscheinlich besten Erfolgsaussichten kommt vom Swim-Team Elmshorn. Hier gehen in den jüngsten Jahrgängen Lena-Sophie Bermel und Sina Schunk erstmals im Freiwasser an den Start. Wir dürfen gespannt sein, ob sie ihre guten Leistungen aus dem Becken übertragen können. Bereits mit mehr Erfahrung ausgestattet, werden Phil Niclas Hargens und Rob Muffels versuchen, ihre Vorjahrestitel zu verteidigen. In das Rennen um die begehrten JEM-Tickets schicken wir in diesem Jahr bei den Jungen Hendrik Rijkens und Florian Dörries. Beide durften beim Europacup in der vergangenen Woche schon den besonderen Flair eines Starts in der deutschen Nationalmannschaft genießen. Bei den Mädchen gehen Taina Raezke und Carolin Althaus (SV Neptun Kiel) in dem für sie sonst eher ungewohnte Terrain an den Start. Vielleicht schafft ja eine von Ihnen den Sprung ins deutsche Team. Sollten die Athleten über sich hinaus wachsen und tatsächlich den Sprung ins JEM-Team schaffen, kann es bei den Europameisterschaften zu einem echten Bruder-/Schwesternkampf kommen, denn Natalie Charlos, die international für Polen startet, wird am Freitag gemeinsam mit ihrem Trainer Bernd Berkhahn weiter nach Polen fahren, um dort ihrerseits die Quali für die JEM zu schaffen. Sollte also alles gut gehen, würden bei der JEM Team- bzw. Schulkameraden gegeneinander antreten. Den Abschluss am Samstag in Strausberg bilden die erfahrenen Freiwasserschwimmer Rob Muffels, Hendrik Rijkens und Florian Dörries. Sie werden in der offenen Klasse über 5km im Verfolgungsrennen an den Start gehen. In dieser international häufiger anzutreffenden Wettkampfart wird alle 30 Sekunden ein Schwimmer auf die Strecke geschickt. Es ähnelt also mehr einem Kampf gegen die Zeit als dem Kampf gegen den Gegner beim Massenstart. Alle drei Athleten sollen in dieser Wettkampfform Erfahrungen sammeln. Ich hoffe, dass ich im Laufe der Meisterschaft an dieser Stelle in gewohnter Manier über die Leistungen der Schleswig-Holsteiner berichten kann. Wie immer ist man davon abhängig, ob der Ausrichter einen guten Online-Service bietet, denn einen Reporter vor Ort haben wir nicht. Gabi Dörries |
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