Ehrung der Länderauswahl 2009 |
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Am Rande der SHSV-Meisterschaften lange Strecken in Elmshorn hat der SHSV die Länderauswahl geehrt, die vor vier Wochen den Nordländervergleich in Cottbus gewonnen hat. Während der sehr emotionalen Rede unseres Vizepräsidenten, Steffen Weber, sind die jeweils genannten Sportler nacheinander nach vorne getreten und haben ihr Erinnerungs-Shirt übergezogen. Das Shirt ist auf dem Rücken mit der Landkarte von Schleswig-Holstein bedruckt und an den jeweiligen Orten sind die 11 Vereine mit den 33 Aktiven angedruckt, die diese Mannschaft gebildet haben. Der SHSV hofft, dass die Sportler damit eine dauernde Erinnerung an diesen historischen Sieg haben.
Da nicht alle anwesend sein konnten, drucken wir hier die Rede von Steffen ab und versuchen mit den Bildern, die freundlicher Weise vom Swim-Team Elmshorn zur Verfügung gestellt wurden, den feierlichen Moment ein wenig wiederzugeben: Redentext Steffen Weber: Das, was sich da an diesem Sonntag, den 15. November 2009 in Cottbus abgespielt hat, war ganz bestimmt alles andere als ein gewöhnlicher Staffellauf. Als der Sprecher gegen 12.30 Uhr zu diesem letzten und alles entscheidenden Wettkampf aufrief, saß in Cottbus so gut wie niemand mehr auf seinem Stuhl. Und schon gar nicht jene 33 Schwimmerinnen und Schwimmer, die aus sage und schreibe 11 Vereinen unseres Bundeslandes zusammen mit unserer Schwimmwartin Gabi Dörries, unserem Landestrainer Janos Werger und den drei Nachwuchstrainern Wolfgang Platzek, Christian Oehring und Arnold Andresen die Reise nach Cottbus angetreten hatten. Platz 4: Das war die leise Hoffnung gewesen, als man am Freitag hierzulande aufgebrochen war. Das Klassenziel hieß: Wir wollen am Ende wenigstens wieder vor den Hamburgern liegen. Mit diesem Anspruch ging man am Samstag an den Start. Und nach dem ersten Rennen lag man ja auch voll im Soll. Platz vier. Aber dann flogen sie alle praktisch durch das Wasser. Mareike van Aken, Leah-Sophie Bargmann, Sina Schunk, Annemieke Schanze, Hannah Kownatzki, Karolin Ladiges, Celine Brocks, Anna Schwill oder Maike Scheelk. Sie wuchsen förmlich über sich hinaus und auch Janne Winkelmann, Fabian Uridat, Markus Quandt und Jan-Phillip Nietschke ließen sich von dieser allgemeinen Welle der Euphorie mittragen. Und am Ende des ersten Tages lag das Team des SHSV völlig unerwartet in den Medaillenrängen. Auf dem zweiten Rang. Und das war die Motivation für den Sonntag. Man konnte es spüren, man konnte es sehen. Alles lief noch einmal ein Stückchen besser als am Vortag. Und mit dem 21. Wettkampf, den 200m Freistil der Mädchen, den Finnia Wunram, Lena-Sophie Bermel und Nina Jil Nowak bestritten, übernahm das Team zum ersten mal an diesem Wochenende die Führung! Und diese Führung gaben sie bis zu dieser allesentscheidenden letzten 12x50m Freistilstaffel auch nicht mehr ab. Ja...Und da standen sie nun. Die 12, die es in der Hand hatten, wie am Ende das Resultat auszusehen hatte. Und es war alles möglich. Platz 1, 2, oder 3 genauso, wie der undankbare 4 Platz oder gar Platz 5. Und dann kam die Stunde von Phil Niclas Hargens. Völlig ahnungslos und wie aus heiterem Himmel traf ihn der Ruf der anderen Sportler: Du musst schwimmen. Jetzt. Sofort. Und wir wissen eigentlich bis heute nicht so recht, wie er das in diesen knapp 45 Sekunden geschafft hat. Und wir wissen auch nicht, wie er so schnell an seine Badehose gekommen ist. Denn er war schließlich schon fertig und umgezogen. Und Zuschauer hin oder her Klamotten von Leib reißen, Badehose anziehen und das alles mitten auf der Startbrücke das war für ihn völlig selbstverständlich und noch bevor der Schiri endlich starten konnte, war das Team wieder komplett. Und dann gingen sie hinein in diese Schicksalsstaffel von Cottbus. Und es wurden die wohl spannendsten 5 Minuten in diesem Schleswig-Holsteinischen Schwimmherbst. 47/100 Sekunden trennten am Ende dieser Staffel. den 2. von dem Viertplatzierten. Das Team, das hier jetzt vor Euch steht, schlug als Drittes an und damit verteidigten sie am Ende mit einem einzigen, winzigen Punkt Vorsprung ihre Führungsposition im Gesamtklassement und wurden zum ersten Mal in der 15 Jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs Sieger im Norddeutschen Ländervergleich. Und genau dafür möchte wir Euch ganz, ganz herzlich gratulieren. |
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