Schwimmen weiter im Aufwind – umfangreiche Fördermittel für Sanierung und Aubau von Schwimmsportstätten

Nachdem Mitte Oktober das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung den Projektaufbau für das neue Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ vorgestellt hatte, sind für den Projektaufruf  2025/2026 Bundesmittel in Höhe von 333 Millionen Euro freigegeben worden. Der Aufruf, sich mit entsprechenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen zu bewerben, ist inzwischen an alle Kommunen hinausgegangen. Das Förderportal des Bundes ist seit dem 10. November geöffnet. Die Antragsfrist endet am 15. Januar.

Parallel dazu wurde am 09.10 das Länder- und Kommunalinfrastrukturfinanzierungsgesetzmit einem Gesamtvolumen von 500 Milliarden Euro beschlossen. 100 Milliarden fließen daraus über die kommenden 12 Jahre an die Länder. Die Gelder werden nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt. SH steht ein Anteil von 3,43%zu.  In dem Gesetzt wurde der Sport bedauerlicherweise nur als Förderzweck erwähnt, es gab aber keine feste Zuteilung von Mitteln aus diesem Topf für den Sport. In SH wird dieses Geld zu 62,5% auf die Kommunen und zu 37,5% auf das Land verteilt. Die Landesregierung hat aus diesem Topf für die nächsten 5 Jahre 25 Millionen Euro für den Sport zur Verfügung gestellt. Sie sollen ausschließlich für die Sanierung / den Neubau von Schwimmsportstätten in SH zur Verfügung stehen.

Wie der DSV gestern auf seiner Mitgliederversammlung mitteilte, sind abseits der Sportmilliarde auf Bundesebene in der vergangenen Woche weitere 250 Millionen Euro für die Sanierung/den Neubau von Schwimmsportstätten freigegeben worden.

Darüber hinaus erreichte den DSV die Nachricht aus dem Bundeskanzleramt, dass daneben zusätzliche 20 Millionen Euro für die Förderung der Schwimmfähigkeit bereitgestellt würden. Das Geld soll über die kommenden 5 Jahre für DLRG und DSV zur Förderung entsprechender Programme zur Verfügung stehen. Wie die Förderung im Detail aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

Abgerundet wurde dieses gesamte Förderpaket durch weitere 45 Millionen Euro für die Errichtung eines neuen Bundesleistungszentrums Schwimmen in Magdeburg.

Vereine, die im Gespräch mit ihren Kommunen bezüglich der Sanierung bzw. des Neubaus von Schwimmsportstätten sind, wird empfohlen, sich mit  ihren kommunalen Vertreter*innen im Bundestag abzustimmen, da sowohl im DSV, als auch im LSV  davon ausgegangen wird, dass über diesen Weg lokale Projekte die größte Chance auf Förderung haben.

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