Förderprogramm Lehrschwimmbecken

In einer Umfrage hat der SHSV in den vergangenen Tagen bei 23 Bädern in Schleswig-Holstein Informationen zur Wiederaufnahme des Schwimmbetriebs eingeholt. Dabei gab es erfreulicherweise zwar nur noch ein Bad, das den Schwimmbetrieb noch nicht wieder aufgenommen hatte, besorgniserregend ist aber noch immer die Situation in den Lehrschwimmbecken. Gut 50% der Lehrschwimmbecken waren noch nicht wieder geöffnet. Vor dem Hintergrund, dass seit dem Lockdown nahezu ein halber Jahrgang, also landesweit schätzungsweise etwa 10.000 Kinder, die in dieser Zeit normalerweise eine Schwimmausbildung erhalten hätten, nicht ausgebildet werden konnten, sehen wir es als eine der vordringlichsten Aufgaben an, jede nutzbare, freie Wasserfläche für die Ausbildung unserer Kinder freizugeben. Gerade die Lehrschwimmbecken spielen in der Schwimmausbildung von Kindern eine tragende Rolle.

Der SHSV unterstützt daher bis zum 13.Dezember 2020 jede Initiative Seitens seiner Mitgliedsvereine, die zu einer Unterrichtseinheit in einem Lehrschwimmbecken von Minimum 40 Minuten Dauer führt, mit 5,- € pro Unterrichtseinheit.

Die Gesamtfördersumme ist auf 20.000,-€ beschränkt.

Erforderlich sind dafür lediglich Datum und Uhrzeit der entsprechenden Unterrichtseinheit, sowie die bestätigende Unterschrift des örtlichen Schwimmmeisters auf dem Antragsformular LB Förderantrag. Bitte schicken Sie das Antragsformular anschließend unter Angabe Ihrer Kontoverbindung per mail an die SHSV-Geschäftsstelle (info@shsv.lsv-sh.de)

Sollten die beantragten Fördergelder die Gesamtfördersumme übersteigen, wird der Förderbetrag anteilig vergeben. Die Förderung wird deshalb erst nach dem 13. Dezember ausgezahlt.

 

Lehrwesen – Lizenzverlängerungen 2020

Lizenzverlängerungen

Alle Lizenzen, die am 31.12.2020 ablaufen, können auf Grund der derzeitigen Situation und der Empfehlung des DOSB mit einem formlosen Schreiben des jeweiligen Vereines um ein Jahr, bis zum 31.12.2021, verlängert werden. Dieses Schreiben muss bis zum 15.12.2020 bei uns in der Geschäftsstelle (info@shsv.de) eingegangen sein.

Wird die formlose Verlängerung durch Corona genutzt, so müssen die Fortbildungspunkte bis zum 31.12.2021  eingereicht werden, um die C-Lizenz bis zum 31.12.2024 und die B-Lizenzen bis zum 31.12.2023 zu verlängern.

Bei Fragen wendet Euch an uns per Mail: br@lehre.shsv.de

Euer SHSV- Bildungsteam

SHSV-Wettkämpfe im Herbst 2020

Liebe Sportfreunde,

nachdem wir das Glück hatten, im August im Freibad einen Wettkampf durchführen zu können, ist der Ausblick auf die Zeit bis Weihnachten wenig erfreulich.

Der Nordvergleich in Goslar musste abgesagt werden, da nicht absehbar ist, dass eine Veranstaltung mit dieser Teilnehmerzahl Ende November auch durchführbar ist.

Der DMS-J Landesentscheid in Niebüll muss ebenfalls abgesagt werden, da Staffelwettbewerbe bei den aktuellen Abstandregelungen nicht durchführbar sind.

Der NOP 2020 kann nicht im September/Oktober durchgeführt werden, da Veranstaltungen mit dieser Teilnehmerzahl aktuell in Schwimmhallen nicht genehmigungsfähig sind. Wir arbeiten aber daran, dass wir eventuell im Dezember in geänderter Form (eine Veranstaltung, direktes Finale) noch etwas realisieren können. Insofern wird der NOP 2020 noch nicht endgültig abgesagt, sondern vorerst weiter verschoben.

Zwar hat uns die Uni-Halle in Kiel den Termin für die SHSV-Kurzbahn Ende Oktober gekündigt, wir sind aber mit einem ausgearbeiteten Hygienekonzept bei der Uni vorstellig geworden, welches aus unserer Sicht eine Durchführung der Meisterschaften ermöglicht. Insofern sind wir hier noch optimistisch, wenngleich es sein kann, dass der Termin erst im November liegen könnte. Wir werden es sehen.

In Vorbereitung der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Dezember in Dortmund planen wir, einen Einladungswettkampf des SHSV auf einer 50m Bahn unmittelbar vor Ende des DJaM-Qualifikations-Zeitraumes durchzuführen, um potentiellen Kandidaten den Sprung unter die TOP 16 der deutschen Bestenliste zu ermöglichen. Dies ist in diesem Jahr die Voraussetzung zur Startberechtigung in Dortmund (so der inoffizielle aktuelle Stand). Einladungswettkampf deshalb, um die Teilnehmerzahl gering zu halten, auf den möglichen Teilnehmerkreis in Dortmund zu beschränken und damit die Chancen auf eine Genehmigung dieser Veranstaltung zu erhöhen. Weitere Infos folgen.

Zu den Veranstaltungen Anfang 2021 werden wir zu gegebener Zeit Entscheidungen treffen.

Bleibt gesund und viele Grüße! <Re>

Haide Klüglein… die „Grande Dame des FSK“

Geboren: 09.02.1939 in Magdeburg

Gestorben: 28.07.2020 in Flensburg im Alter von 81 Jahren

 

Haide war 36 Jahre im Flensburger Schwimmklub Mitglied, zuletzt Ehrenmitglied seit 2009. Sie ist eine der Pioniere der Mastersbewegung im Schwimmsport.

 

Wir haben Haide immer als sehr resolute und engagierte Masterswartin kennen gelernt, dieses Amt begleitete sie 20 Jahre bis 2008. Zu ihrer Zeit waren wir stärkste Mannschaft auf vielen Wettkämpfen, besonders die SHSV-Meisterschaften lagen ihr am Herzen. Sie kannte jeden und seine Leistung besser als viele selbst, oft mit dem Blick auf die jährliche Stadtehrung. Haide hat geschoben und bewegt und als Lektorin genau geschaut und notiert. Unsere Vereinszeitung hat sie als Lektorin genauestens unter die Lupe genommen. Beim Korrekturlesen war Haide durchaus streng, was uns aber die beruhigende Sicherheit gab, dass sich keine Flüchtigkeitsfehler oder orthographischen Schnitzer eingeschlichen haben… liebevoll sagten wir auch, dass jeder Bericht „gehaidet“ wurde.

 

Wir kannten sie aber auch als sehr sensiblen und verletzbaren Menschen. Ihre Seele hat gelitten, vermutlich nicht nur die letzten Jahre nach Eckis Tod, sondern seit dem Tod ihres Vaters in Stalingrad. Ihre Mutter arbeitete in Magdeburg als Lehrerin und wird nach einer wohl nicht linientreuen Aussage verhört. Dabei riet man ihr unter laufenden Wasserhahn, dass es Zeit für sie wäre.

Noch am selben Abend packte die Mutter sämtliche Sachen und die Kinder (Haide und ihren Bruder) und floh in den Westen. Die Oma wurde nachgeholt.

 

Ecki stand und lebte als promovierter Statistiker beim KBA zu einer sehr konservativen Familiendynastie.

 

Statistiken liebte auch Haide, sie führte diese bis zum Schluss für die Erfolge der Masters des FSK, auch für die Stadtmeisterehrung.

 

Haide hat sich außerordentlich für den Schwimmsport verdient gemacht und durch ihre Teilnahmen an Freiwasserweltmeisterschaften einen nationalen Ruf geschaffen. Sie ist noch mit AK70 5 km im Freiwasser geschwommen.

Auszeichnungen:

Die Stadt Flensburg zeichnete Haide Klüglein 2006 mit der Verdienstnadel in Gold, 2009 mit der Verdienstnadel in Bronze und für ihre Norddeutsche Meisterschaft über 50 m Rückenschwimmen 2015 mit der Verdienstnadel in Silber aus. Vom Sportverband Flensburg erhielt sie 2007 den Ehrenbecher der 1. Stufe, vom Landessportverband Schleswig-Holstein 2011 die Meisterschaftsplakette und vom Schleswig-Holsteinischen Schwimmverband 2004 die Ehrennadel.   

ULRIKE THIELEMANN

Rekorde:

Erfolge:

Weitere Infos: https://www.swimcharts.de/detail/pers=14527                                                                                                                                                         https://de.wikipedia.org/wiki/Haide_Klüglein

SHSV-Sprint-Mehrkampfmeisterschaft – ein fast normaler Wettkampf

Es ist geschafft – nach viel Bangen und Zittern, Absage, Änderung der Landesverordnung, erneuter Beantragung, Genehmigung durch das Gesundheitsamt und viel, viel Arbeit durch das Organisationsteam haben wir die Meisterschaften im Elmshorner Badepark erfolgreich über die Bühne gebracht.

Vieles war wegen der aktuellen Umstände neu, Maske tragen, anreisen zu festgelegten Zeiten nacheinander, einschwimmen in Wellen und noch einiges mehr, das 6-seitige Hygienekonzept hatte schon einige ungewohnte Aufgaben beschrieben, trotzdem waren 20 Vereine mit 200 Sportlern und 800 Starts nicht davon abzubringen, diese Herausforderung anzunehmen.

Vorher hatte das Organisationsteam die Raumordnung mit Markierungen und Absperrungen im großzügigen Badepark umzusetzen,

die ganze Wiese war übersät von Kreisen, die für den Wettkampf die Heimatbasis einer maximal 10-köpfigen Gruppe war, von der Booster-Box auf dem orangenen Mittelpunkt bis zur mobilen Umkleidekabine war alles vertreten.

 

 

 

 

 

 

Neben dem Fehlen der Dusch- und Umkleidemöglichkeiten war auch das Einschwimmen auf Doppelbahn im Kreis etwas anders als gewohnt, aber alle Sportler waren gut vorbereitet, und so konnte das Einschwimmen in 3 Wellen auch in 90 Minuten problemlos über die Bühne gebracht werden.

Nach der 2. Strecke klappte die Vorstart-Einordnung schon fast selbstständig,

 

 

 

 

 

und am wohl vorläufig letzten Sommertag wurden alle für ihre Disziplin und Konzentration mit 25 Grad und Sonnenschein belohnt. Der erste Regenschauer kam erst nach dem Abbau der Arena.

An dieser Stelle bedanke ich mich persönlich und auch im Namen des SHSV bei

  • den Stadtwerken Elmshorn und dem Badepark für die umfassende Unterstützung,
  • beim Gesundheitsamt für die schnelle Genehmigung, sodass wir den Wettkampf überhaupt organisieren durften,
  • beim Organisationsteam und den zahlreichen Helfern, es musste ja eine Menge mehr bewegt werden als früher,
  • beim Audio-Team Andreas und Nils, die dafür gesorgt haben, dass selbst im letzten Winkel alles zu hören war,
  • bei den Kampfrichtern, ohne die ja nun mal kein Wettkampf geht und
  • bei Euch – den Vereinen – Ihr wart super vorbereitet, es lief alles konzentriert und hochmotiviert ab, ich konnte nicht mal beim Einschwimmen abpfeifen, weil alle pünktlich alleine aus dem Becken waren. Der Ordnungsdienst hat mir in der Pause berichtet, so eine entspannte Veranstaltung hätten sie noch nicht erlebt, wo alles quasi von allein läuft.

Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.

Fazit: Wir alle waren froh, nach fast 6 Monaten endlich mal wieder einen Wettkampf bestreiten zu können, und alle zusammen haben wir gezeigt, dass selbst in diesen schwierigen Zeiten etwas geht, wenn man es will und wenn alle richtig mitziehen.

Danke!

 

Corona – weitere Lockerungen für das wettkampfvorbereitende Training

Am vergangenen Mittwoch hat ein Spitzengespräch zwischen Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Gesundheitsminister Heiner Garg, Vertretern des Landessportverbandes und Vertretern insbesondere der von den bisherigen Einschränkungen besonders betroffenen Ballsportverbände zu weiteren Lockerungen für weitere Bereiche des Sports in nahezu allen Sportarten geführt. In der Ersatzverkündung der Landesverordnung zur Änderung der Corona-Bekämpfungsverordnung vom 14. August 2020, die am 19. August in Kraft tritt, heißt es in §11, Absatz 5 (Auszug):

„(5) Beim vorbereitenden Training auf Wettkämpfe und Sportprüfungen sowie bei Wettkämpfen und Sportprüfungen gilt das Abstandsgebot … nicht. Wenn mehr als 10 Personen teilnehmen, hat der Veranstalter nach Maßgabe … ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Der Veranstalter hat … die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erheben. Er hat die Konzepte und Empfehlungen der jeweiligen Sportfach- und -dachverbände umzusetzen.“

In der Begründung dazu heißt es weiter (Auszug):

Bislang gilt … auch für die Sportausübung das allgemeine Abstandsgebot … mit der Ausnahme für Gruppen von bis zu 10 Personen …

„Diese Ausnahme wird nunmehr auf den Wettkampfbetrieb und Sportprüfungen in allen Sportarten sowie auf das darauf vorbereitende Training ausgeweitet. In diesen Bereichen gilt das Abstandsgebot nicht mehr. Dabei ist es unerheblich, ob die Wettkämpfe im Rahmen von Ligen, von Turnieren oder in anderer Form stattfinden. Mit der Ausnahmereglung wird der besonderen Bedeutung des Sportes für den präventiven und psychischen Gesundheitsheitsschutz Rechnung getragen. Im Regelfall wird der Mindestabstand bei der Sportausübung auch nicht dauerhaft unterschritten. Das Abstandsgebot gilt dagegen weiter bei Aktivitäten, die der eigentlichen Sportausübung vorangehen oder nachfolgen.

Zur Eindämmung der sich daraus ergebenden Infektionsgefahren werden für die Sportausübung in Gruppen von mehr als 10 Personen zusätzliche Anforderungen gestellt. So hat der Veranstalter – in aller Regel der jeweilige Sportverein – ein Hygienekonzept zu erstellen. Dessen Mindestinhalt ergibt sich aus § 4 Absatz 1 (der Landesverordnung). Außerdem muss das Hygienekonzept auch besondere Infektionsrisiken der jeweils ausgeübten Sportart berücksichtigen. Insbesondere soll festgelegt werden, dass die Gruppengröße nicht das – nach den Besonderheiten des jeweils ausgeübten Sports festzulegende – Maß überschreitet.

Darüber hinaus hat der Veranstalter bei Gruppen von mehr als 10 Personen nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erheben. Gehört der Veranstalter – entweder unmittelbar oder vermittelt über weitere Verbände – einem oder mehreren Sportverbänden auf Landes- oder Bundesebene an, hat er deren veröffentlichte Konzepte und Empfehlungen zur Eindämmung der Infektionsgefahr umzusetzen.

Weitere Folgepflichten des Veranstalters folgen aus § 4 Absatz 1 und 2. So hat er geeignete Maßnahmen zur Umsetzung des Hygienekonzepts zu gewährleisten und dem Gesundheitsamt darüber auf Anfrage Auskunft zu erteilen. Die Kontaktdaten hat er vier Wochen lang aufzubewahren und danach zu vernichten. Zu anderen Zwecken als zur Übermittlung an das zuständige Gesundheitsamt darf er sie nicht verwenden.

Auch im Anwendungsbereich von Absatz 5 gelten weiterhin die allgemeinen Vorgaben für die Sportausübung in § 11 Absatz 1 Nummern 2 bis 7, Absatz 2 und Absatz 3. So gelten beispielsweise besondere Anforderungen an Toiletten nach § 3 Absatz 4 Satz 1; für andere sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen wie Duschen sowie für Sammelumkleiden ist ein Hygienekonzept nach § 3 Absatz 4 Satz 2 zu erstellen.“

Darüber hinaus wird in dieser jüngsten Ersatzverordnung noch einmal klargestellt, dass Zuschauerinnen und Zuschauer innerhalb geschlossener Räume weiterhin nicht zulässig sind.

Sollten die Infektionszahlen wieder dynamisch ansteigen, so werden die getroffenen Maßnahmen bei Bedarf unter Beteiligung der Sportverbände angepasst.

für den Vorstand:

Steffen Weber

Absage des 10-Länderkampfs in Berlin

Liebe Sportfreunde,

die Sommerferien sind zu Ende und natürlich stellen sich alle die Frage, wie geht es weiter?

Wir können für die in Kürze startende Hallensaison noch keinerlei Aussagen treffen. Wie schon vor den Ferien ist nach wie vor völlig unklar, wann und unter welchen  Rahmenbedingungen Wettkampfveranstaltungen in einer Halle überhaupt wieder stattfinden können.

Wir sind zwar optimistisch und warten mit den Entscheidungen zu Absagen so lange es irgend möglich ist, im Moment können wir aber zu den verbleibenden SHSV-Veranstaltungen (NOP, Kurzbahn, DMS-J) keine Aussagen treffen. Sicher ist nur, das alles schwierig wird.

Das uns das nicht allein so geht, ist sicher nur ein schwacher Trost, aber aus ähnlichen Gründen musste der Berliner Schwimmverband bereits heute den bei den Jüngsten so beliebten 10-Länderkampf in Berlin für 2020 absagen. Das tut mir gerade bei unseren jüngsten Sportlern sehr leid, da die gemeinsame Busreise, die Übernachtung im Null-Sterne-Generator und der Wettkampf im großen Berlin für alle immer ein unvergessliches Erlebnis war.

Für den Norddeutschen Jugenländervergleich 2020 in Goslar wird eine Entscheidung Ende August fallen.

Trotz dieser wenig erfreulichen Meldungen wünsche ich allen einen unter diesen Umständen guten Saisonstart, haltet durch und macht bitte das Beste aus den sich bietenden Möglichkeiten vor Ort. <Re>