Mit der offiziellen Verkündung des Ergebnisses der gestrigen Jurysitzung (siehe Nordschau Magazin) hatte Innenministerin Magdalena Finke heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben, welche Standorte die Mittel aus dem Landesanteil des vom Bund geschaffenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität erhalten werden.
Folgende Kommunen werden danach beim Bau oder der Sanierung ihrer Schwimmsportstätten unterstützt:
- Flensburg – 4,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Campusbads um ein Lehrschwimmbecken und ein Sportbecken mit 557 qm
- Husum – 4 Millionen Euro für den integrierten Neubau einer Schwimmhalle mit 150 qm
- Laboe – 4 Millionen Euro für den Neubau des Strand-Bades mit 250 qm
- Ratzeburg – 4,5 Millionen Euro für den Neubau des Aqua-SiWa mit 513 qm
- Wedel – 4 Millionen Euro für den Umbau des Erlebnisbeckens zu einem Lehrschwimmbecken in der „Badebucht“ mit 100 qm.
- Aufgrund der herausgehobenen sportpolitischen Bedeutung wird das vom Landessportverband (LSV) getragene Schwimmbad im Sport- und Bildungszentrum Malente als Landesleistungszentrum außerhalb der Jury-Entscheidung bedacht. Für die Sanierung stehen ebenfalls vier Millionen Euro bereit.
Unter den insgesamt 17 eingegangenen Bewerbungen waren sich die Mitglieder der Jury, zu der als einziger Repräsentant für den Sport Steffen Weber, Präsident des SHSV und LSV-Vorstandsmitglied, geladen war, aufgrund der vorgegebenen Kriterien, unter denen die Fördermittel vergeben werden durften, sehr schnell einig gewesen.
Rund 1500 Quadratmeter Wasserfläche könnten durch die Realisierung dieser Projekte in den kommenden fünf Jahren entstehen. Für die Entwicklung des Schwimmsports, und für den Ausbau des Ausbildungsbetriebes insbesondere von Kindern und Jugendlichen ist dies ein überaus bedeutsamer Schritt in die richtige Richtung.
Dass sich daneben weitere 11 Bauvorhaben mit Baureife Hoffnungen gemacht hatten, ebenfalls in den Genuss von Fördermitteln aus diesen Landesmitteln zu kommen, dürfen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Ebensowenig, wie diese unerwartet hohe Zahl an Anträgen, die in der Kürze der zur Verfügung gestandenen Zeit im Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport (MIKWS) eingegangen waren, mehr als deutlich macht, was in den kommenden Jahren an Herausforderungen auf Land, Kommunen und auf uns in unserem Sport zukommen wird.
Der Sanierungsstau bei den Schwimmstätten in unserem Bundesland ist immens und wir dürfen nicht nachlassen, immer wieder auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Land und Kommunen werden wir auch zukünftig unermüdlich daran erinnern müssen, die notwendigen Mittel für Sanierung oder Neubau aufzubringen und bereit zu stellen, Denn nur, wenn wir unsere bestehenden Wasserflächen schützen und erhalten können wir unser gemeinsam gestecktes Ziel, dass sich eines Tages jedes Kind in Schleswig-Holstein sicher und angstfrei im Wasser bewegen kann, erreichen können. In diesem Sinne war der heutige Tag ein wirklich guter Tag!
Alle Standorte, die diesmal leider nicht mit entsprechenden Fördermitteln bedacht werden konnten, haben noch bis 19. Juni 2026 die Möglichkeit, Anträge im Rahmen des Bundesprogramms ‚Sanierung kommunaler Sportstätten‘ zu beantragen. Bei diesem Bundesprogramm werden überjährige investive Maßnahmen zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder gefördert. Für den Projektaufruf 2026 stehen Bundesmittel in Höhe von 250 Millionen Euro zur Verfügung. Wir möchten Euch dringend empfehlen, in diesem Sinne auf die Verantwortlichen in Euren Kommunen einzuwirken und sie zu ermuntern, ihre zum Teil wirklich sehr gut formulierten Anträge dort erneut einzureichen.
Bei Fragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

