Mit großer Freude durften wir an unserem Präsenzwochenende im Sport- Und Bildungszentrum Malente Kirsten Bruhn begrüßen. Als erste Sportlerin, die seit diesem Jahr den Status Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins inne hat, ist längst kein Zweifel mehr daran, welche große Bedeutung der paralympische Sport im Norden hat. Erfreulicherweise erhält Inklusion immer größeren Einzug in die schleswig-holsteinischen Schwimmvereine. Da bleibt keine andere Schlussfolgerung, als das Thema ausführlich mit in unsere DOSB C Ausbildung aufzunehmen.
Durch ihre sportlichen Erfolge als mehrfache paralympische Goldmedaillengewinnerin im Schwimmen hat Kirsten Bruhn großes Fachwissen. Durch ihre herzliche Art und das offene, lebensnahe Referieren, hat sie uns alle direkt mitgenommen.
Das zentrale Element aus dem theoretischen Austausch ist, Inklusion bedeutet nicht nur Barrierefreiheit, Inklusion geht uns alle in unserem Alltagsleben an. Jeder und jede, die z.B. schon einmal das „nicht- machen – dürfen/können“ erleben musste, hat eine Erfahrung der Ausgrenzung gemacht. Die Chancengleichheit, von der auf vielen Ebenen gesprochen wird, reicht über körperlich und geistige Einschränkungen hinaus. Selbst die Angst vor Wasser kann zu dem Exkludieren von Schwimmunterricht führen. Da wollen wir ansetzten. Kirsten hat wegweisende Impulse geliefert und klare Wege aufgezeigt, wie die Teilhabe für alle gewährleistet werden kann. In diesem Zusammenhang wurde auch der wichtige Bereich „Sicherheit im Wasser“ mit beleuchtet und in den Kontext gesetzt.
Die Session im Schwimmbad von Malente bleibt sehr wahrscheinlich allen Teilnehmer*innen noch lange im Gedächtnis. Kirsten Bruhn hat das Training geleitet. Ziel der Einheit ist es gewesen, eine breit gefächerte Erfahrung von körperlichen Einschränkungen, wie z.B. das nicht ansteuern können der Beine, schwimmen mit einem Arm oder das blind sein im Wasser zu erfahren. Auf diese Weise gab es eigene Erlebnisse, die nicht größer hätten sein können, denn das eigene Fühlen und Spüren und das daran geknüpfte innere Feedback wird im Gehirn verankert bleiben. Das Verständnis für Menschen mit Behinderung ist somit vielleicht bei manch einem ein neues, ein anderes geworden.
Danke an alle Teilnehmer*innen, die sehr engagiert, fokussiert und offen bei dem Thema Inklusion mitgemacht haben und einmal mehr bewiesen haben, dass es so toll und wichtig ist, dass Ihr an Ausbildungen teilnehmt. Danke für Euer Engagement. Die Kinder und Jugendlichen hierzulande werden kompetente und inspirierrende Trainer*innen bekommen.
Wir als SHSV sagen DANKE. Danke liebe Kirsten, dass du bei uns gewesen bist und wir Dich mit deiner liebenswerten und herzlichen Art erleben durften. Alles Gute für Dich und hoffentlich bis ganz bald am oder im Wasser.
Euer SHSV